„Ehrenamt ist Rückgrat des Landkreises“

CSU sagt „Danke“ zu gesellschaftlichem Engagement

Die CSU im Landkreis Landshut hat zum dritten Mal zu ihrem Ehrenamtsempfang eingeladen.

Im Klostersaal in Furth begrüßte Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehren, Rettungsorganisationen, vom Sport und den Trachtlern sowie weiterer Vereine und Verbände aus dem gesamten Landkreis. Ehrengast war Bayerns Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann. In seiner Eröffnung spannte Oßner einen Bogen von den historischen Wurzeln des Ehrenamts bis zu dessen heutiger Bedeutung und unterstrich dessen unverzichtbare sowie unbezahlbare Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die stellvertretende Landrätin Claudia Geilersdorfer betonte anschließend die besondere Leistungsfähigkeit ehrenamtlicher Strukturen. Viele Aufgaben könnten von freiwillig Engagierten oft besser erfüllt werden als von staatlichen Institutionen. „Unsere Aufgabe als Politiker, insbesondere auf Landkreisebene, ist es, gute Rahmenbedingungen für Ihren Dienst zu schaffen“, so Geilersdorfer. Da sich fast jeder Zweite im Landkreis Landshut ehrenamtlich engagiere, komme dem Ehrenamtskoordinator eine zentrale Rolle zu, um bei Fördermitteln zu beraten oder Menschen zu vernetzen. Abschließend sprach sie ihren großen Dank aus und betonte, dass die Ehrenamtlichen „das Rückgrat des Landkreises“ seien.

Ehrenamt ist Selbstverwirklichung

Bayerns Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann schlug bei seiner Laudatio auch ernstere Töne an. Die in der Verfassung garantierte Freiheit werde zunehmend missverstanden, erklärte er. Während häufig ein egoistisches Freiheitsverständnis vorherrsche, lebten die Mitglieder der Blaulichtorganisationen sowie die Verantwortlichen in den Vereinen eine selbstlose Form von Freiheit. „Ehrenamt ist auch Selbstverwirklichung“, so Herrmann. Zum einen sei man mit der Übernahme großer Verantwortung ein wichtiges Vorbild für junge Menschen, zum anderen wachse man selbst an den unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen.

Dienst am Menschen und der Demokratie

Der Minister würdigte insbesondere die Jugendarbeit: „Es ist in unser aller Sinne, dass junge Menschen ein attraktives Freizeitangebot im Sport erhalten, um Gemeinschaft zu erleben und das Smartphone auch einmal zur Seite zu legen“. Die tief in der Gesellschaft verankerten Blaulichtorganisationen sorgten dafür, dass im Notfall schnelle Hilfe selbstverständlich erscheine – obwohl sie es keineswegs ist. Dieser Einsatz müsse von Staat und Gesellschaft finanziell unterstützt und der Katastrophenschutz weiter gestärkt werden.

„Das Besondere am Ehrenamt ist, dass es kein Selbstzweck und kein bloßer Zeitvertreib ist, sondern dem Menschen dient“, betonte Herrmann abschließend. Ehrenamtliches Engagement verkörpere demokratische Werte, die es zu bewahren gelte, um Frieden und Freiheit auch in Zukunft zu sichern. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen rief er die Anwesenden dazu auf, sich weiterhin aktiv für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.

Bildunterschrift:
Staatsminister Joachim Herrmann (9.v.r) mit Kreisvorsitzenden Florian Oßner MdB (10.v.r.), stellvertretender Landrätin Claudia Geilersdorfer (8.v.r.) sowie weiteren Ehrengästen aus den Verbänden und Vereinen.
Foto:
Maria Rohrmeier.

weitere Beiträge